Zweite Säule (berufliche Vorsorge); überobligatorische Vorsorge 2b

Arbeitgeber sind verpflichtet, Mitarbeitende im Rahmen des Bundesgesetzes über die berufliche Vorsorge (BVG) bei einer Vorsorgeeinrichtung zu versichern.

Vorsorgeeinrichtung kann eine Sammel- oder Gemeinschaftsstiftung sein, an die sich das Unternehmen mittels Vertrag anschliesst. Jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, eine eigene Vorsorgeeinrichtung zu gründen. Als Rechtsform wird häufig die Stiftung gewählt.

Vorsorgeeinrichtungen können ihre Verpflichtungen gegenüber den versicherten Personen bei einer Versicherungsgesellschaft ganz oder teilweise versicherungsmässig rückdecken.

Vollvertrag: Alle Risiken (Alterssparen, Langlebigkeit, Invalidität und Tod) werden mittels einer Risiko- und Sparversicherung rückgedeckt.

Risikovertrag: Vorsorgeeinrichtung führt den Sparprozess selbst durch und deckt Risiken Tod und Invalidität (allenfalls auch Langlebigkeit) bei einer Versicherungsgesellschaft ab.

Zinssatz Sparversicherung

Altersgutschriften bzw. das Altersguthaben werden in der Sparversicherung im obligatorischen und überobligatorischen Teil unterschiedlich verzinst.

Im überobligatorischen Teil basiert der Zinssatz der Sparversicherung auf einem marktgerechten Zinssatz, den die Vorsorgeeinrichtung jährlich festlegt, und der durch das Bundesamt für Privatversicherungen (BPV) genehmigt werden muss. Zinssatz orientiert sich an aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen, wobei – wie beim Modell des Bundesrats zur Festlegung des BVG-Mindestzinssatzes – auch die Renditeentwicklung der Bundesobligationen sowie Ertragsmöglichkeiten weiterer marktgängiger Anlagen berücksichtigt werden.

Umwandlungssatz

Prozentuale Grösse, mit der aus dem vorhandenen Kapital eine entsprechende Jahresrente berechnet wird. Massgebend für die Berechnung des Umwandlungssatzes ist Lebenserwartung im Schlussalter (Pensionierungsalter). Weitere Komponenten: Technischer Zins und Wahrscheinlichkeit, im Todesfall Rentenleistungen entrichten zu müssen. Grösse basiert demzufolge auf demografischen und ökonomischen Kriterien. Umwandlungssätze für den obligatorischen und den überobligatorischen Teil sind getrennt zu betrachten, weil dieser für Vorsorgeleistungen im obligatorischen Teil gesetzlich festgelegt wird.

Für überobligatorische Altersguthaben wenden die Vorsorgeeinrichtungen einen Umwandlungssatz an, der den aktuellen demografischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu entsprechen hat. Vorsorgeeinrichtung bieten für Frauen und Männer oft den gleichen Umwandlungssatz im Schlussalter 65 an.

Weil das ordentliche Schlussalter im revidierten BVG für Frauen (64 Jahre) und Männer (65 Jahre) nach wie vor unterschiedlich ist, liegt der überobligatorische Umwandlungssatz für Frauen etwas unter demjenigen für Männer im BVG-Schlussalter.

Anbieter überobligatorische Vorsorge 2b

Viele unterschiedliche Bedürfnisse im Bereich der beruflichen Vorsorge setzen ein entsprechendes Angebot voraus.

Bank Coop
Credit Suisse
Migros Bank
Raiffeisenbanken
Regionalbanken (verschiedene)
Swisscanto
UBS
WIR-Bank

ASGA
Baloise
Helvetia
SwissLife
Winterthur
Zürich

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